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	Das neue Checkpoint-Projekt richtet sich auch an Geflüchtete – aber nicht ausschließlich.
IKZ/Stefan Drees 03.10.2017

Das neue Checkpoint-Projekt richtet sich auch an Geflüchtete – aber nicht ausschließlich.
Julian Bahr vom Checkpoint und Daniel Schöning, Vorsitzender des Vereins Lebenswert, machen eine wachsende Verunsicherung von jungen Menschen beim Übergang von der Schule zum Beruf aus. Und da man beim Checkpoint „immer nah am Puls der Zeit sein möchte“, wie es Julian Bahr formuliert, wurde dort mit „Sprungnetz“ ein Projekt entwickelt, das junge Menschen in dieser Phase unterstützen soll. Besonders freut es Julian Bahr und Daniel Schöning, dass sich der Lions-Club Iserlohn bereit erklärt hat, „Sprungnetz“ über einen Zeitraum von drei Jahren nachhaltig zu unterstützen.

Fünf Jugendliche bereits in Betriebe vermittelt

Das Projekt soll grundsätzlich allen jungen Menschen offen stehen, aktuell nimmt aber auch die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt einen breiten Raum bei der Tätigkeit ein. Zehn Leute werden derzeit betreut, fünf Jugendliche konnten bereits erfolgreich in Betriebe vermittelt werden. Das Besondere: Damit endet die Arbeit des „Sprungnetz“-Teams nicht, sondern fängt erst so richtig an. Denn Julian Bahr hat es sich, unterstützt von ehrenamtlichen Kräften des Vereins Lebenswert, zur Aufgabe gemacht, diese Jugendlichen weiter zu begleiten. Das Angebot, so Bahr, richte sich insbesondere an motivierte junge Menschen. Aber bei aller Motivation könne es zu Problemen im Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis kommen. Bei Geflüchteten könne es beispielsweise sein, dass die Sprachkompetenzen doch noch nicht ausreichend sind. Aber auch die Lebensumstände der Menschen, die teilweise aus Kriegsgebieten stammen, seien es, die zu Problemen führen können. Hier möchte das „Sprungnetz“-Team begleiten, unterstützen und helfen. Dabei steht das Team nicht nur in Kontakt mit den jungen Menschen, sondern auch mit den Arbeitgebern, dazu werden die Betriebe auch aufgesucht.

Julian Bahr kann sich derzeit mit einer halben Stelle in das Projekt einbringen. Daniel Schöning ist der Überzeugung, dass das dauerhaft nicht reichen wird. Deshalb werde auch ständig nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. So ist beispielsweise eine LWL-Förderung bis März kommenden Jahres befristet.

Wert wird auf die Feststellung gelegt, dass man mit dem Projekt nicht in Konkurrenz zu anderen Akteuren treten möchte. Vielmehr möchte man die vorhandenen und in Iserlohn gut aufgestellten Netzwerke nutzen. Wichtige Ansprechpartner sind beispielsweise der Willkommenslotse Andreas Lang oder die Agentur für Arbeit. Eine Aufgabe von „Sprungnetz“ soll es auch sein, die vielen Initiativen und Netzwerke für die Zielgruppen noch bekannter zu machen.

Betont wird von Julian Bahr und Daniel Schöning der ganzheitliche Ansatz des Projektes. Während andernorts die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen schwerpunktmäßig am Schreibtisch stattfinde, seien es bei „Sprungnetz“ häufig auch Kontakte in der Gruppe, beispielsweise im Checkpoint.

Ehrenamtliches Teamsehr vielseitig

Im Team arbeiten engagierte Lehrer, Mitarbeiter sozialer Projekte, Bezugspersonen von Geflüchteten und weitere engagierte Bürger ehrenamtlich mit.

Teilhabe bedeutet immer auch Integration – auch deshalb hoffen Julian Bahr und Daniel Schöning auf einen Erfolg des Projektes der Jugendbewegung Checkpoint. Wer Interesse am „Sprungnetz“-Projekt hat – sei es als „Kunde“ oder als helfende Hand, kann sich unter checkpoint@bewegt-iserlohn oder unter 0176/84098787 (Julian Bahr) melden.

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